Sphinx von Gizeh in Kairo

Der Sphinx von Gizeh wurde vermutlich um 2700-2600 v. Chr. in der 4. Dynastie errichtet. Mit 73,5 m Länge, 6 m Breite und 20 m Höhe handelt ist es die größte und bekannteste Sphinx der Welt. Die Statue wurde aus dem Rest eines Steinbruchs für die Cheops-Pyramide gehauen. Der Sphinx liegt neben dem Taltempel und der Chepren Pyramide fast genau auf einer Linie. Zwischen den Vorderpfoten wurde von Thutmosis IV die sogenannte Traumstele mit Inschriften aus dessen Leben errichtet. Da sich der Kopf der Sphinx farblich von seinem Löwenkörper unterscheidet, wurde lange vermutet dass der Kopf erst später auf den Körper gesetzt worden sei. Dies ist jedoch mittlerweile wissenschaftlich widerlegt.

Der genaue Zweck der Sphinx ist bis heute ungeklärt. Es wird jedoch vermutet, dass sie das Plateau von Gizeh bewachen sollte.
Die Statue wurde im Laufe ihrer Geschichte mehrmals vom Sand befreit, unter anderem von Thutmosis IV. sowie von den römischen Kaisern Marcus Aurelius (161-180) und Septimius Severus (193-211). Bei einer erneuten Freilegung von Giovanni Battista Caviglia zwischen 1816 und 1818 wurden unter anderem Fragmente des Bartes gefunden. Diese sind mittlerweile im Britischen Museum ausgestellt. Bei der Freilegung einer der Sphinx umgebenden Lehmmauer wurde ein Ziegel mit der Aufschrift „Thutmosis IV“ gefunden.

Die Nase der Sphinx soll laut Aussage des arabischen Historikers Al-Magrizi von dem  strenggläubigen Scheich und fanatischem Bilderstürmer Mohammed Saim el-Dar im Jahr 1378 abgeschlagen worden sein.

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