Politik in Ägypten
Laut Verfassung von 1971 ist Ägypten eine Präsidialrepublik. Die Amtszeit beschränkt sich auf 6 Jahre.
Der Präsident muss vom Parlament mit Zweidrittelmehrheit gewählt werden. Nachdem dieses geschehen ist, muss der parlamentarische Präsident noch von einer Volkswahl bestätigt werden.
Der Präsident muss zu Beginn seiner Amtszeit die Ministerpräsidenten, die Mitglieder des Kabinetts, die Gouverneure, die Richter sowie die Offiziere ernennen.
Zudem hat der Präsident bei der Gesetzgebung ein Veto-Recht.
Durch die Revolution im Februar 2011 herrscht momentan eine Militärregierung.
Ägypten ist Mitglied der UN (Vereinte Nationen), WTO (Welthandelsorganisation), AU (Afrikanische Union) und der AL (Arabische Liga).
Neben Jordanien ist Ägypten das einzige arabische Land, welches Frieden mit Israel geschlossen hat.
Die USA haben 1989 Ägypten in die Liste der „wichtigsten Verbündeten außerhalb der NATO“ aufgenommen.
Ägypten ist die stärkste Militärmacht Afrikas. Das Militärbudget 2010 lag bei 2,4 Milliarden US-Dollar. 1,3 Milliarden US-Dollar
wurden durch Militärhilfe der USA zur Verfügung gestellt.
Das nordafrikanische Land verfügt über vier militärische Zweige. Das Heer für die Bodentruppen, die Luftwaffe für eventuelle Kämpfe in der Luft, die Marine für Wasserschlachten. Der vierte Zweig ist das Luftverteidigungskommando, welches dem Innenminister untersteht.
Die drei vorherigen Zweige Heer, Luftwaffe und Marine unterstehen den Befehlen vom Präsidenten.
Alle männlichen Ägypter ab 18 Jahren haben eine dreijährige Wehrpflicht zu leisten.
Seit den achtziger Jahren erhält Ägypten Waffenlieferungen von den USA.
Ägypten besteht aus 29 Gouvernements die von denen vom Präsidenten ernannten Gouverneuren regiert werden.
Alle Arbeitsnehmer in Ägypten sind sozialversichert, krankenversichert, altersversichert und invalidenversichert. Zusätzlich schüttet die Regierung Hinterbliebenenrente, Krankengeld und Arbeitslosenunterstützung aus.
