Tauchen in Ägypten
Tauchen in Ägypten: Das Wasser des Roten Meers ist sehr warm. Die Temperatur liegt je nach Jahreszeit zwischen 20°C und 30°C. Selbst in Tiefen von 100 Metern hat das Wasser noch eine Temperatur von ca. 20°C. Somit gibt es im Roten Meer keinen Temperaturabfall. Es gibt im Roten Meer sehr viele Riffarten. Zum Beispiel sind Saumriffe sehr verbreitet.
Diese befinden sich in Landnähe in ca. 15-45 Metern Tiefe. Weiter außerhalb sind Fleckriffe zu bewundern. Nordöstlich von El Quseir befinden sich die weltbekannten Brother Islands. Vor Marsa Alam das Daedalus Reef und im Süden die Inseln St. John und Rocky Island. Vom Festland aus wird meist per Boot getaucht, da die meisten Riffe außerhalb der Strände liegen. Auf der Sinai-Halbinsel sind Landtauchgänge möglich. Während eines Tauchgangs in Ägypten kann man Korallengärten, Großfische und Wracks erkunden.
Hinweis: Bei Tauchgängen im Roten Meer fällt eine tägliche Riffschutzsteuer in Höhe von 1,00 Euro pro Person an.
Sinai: Nuweiba ist bei Kindern sehr beliebt, da man dort die Möglichkeit hat mit Delfinen zu tauchen bzw. zu schnorcheln. Zudem finden sich dort Lederkorallen, Falter- und Doktorfische, Moränen und Meeresschildkröten. Etwas nördlicher liegt der Tauchspot „Ras Shetan“. Dieser ist bei Schnorchlern sehr beliebt. Im Süden liegt der Spot „Sinker“. Dieses Riff lädt zu Landtauchgängen ein und hat eine Tiefe von bis zu 36 Metern.
Für eine Ausbildung ist das Hausriff der deutschsprachigen Basis „La Sirene“ sehr gut geeignet. Wenn man auf der Sinai-Halbinsel tauchen möchte, so sollte man auf jeden Fall zum Tauchspot „Pipeline“ gehen.
Dieses Riff fällt seicht ab und lässt viele Großfische und Zackenbarsche dort heimisch sein. Ein paar Autominuten nödlich von Dahab liegen viele Riffe wie das „Reef Canyon“, das „Rick’s Reef“, das „Coral Garden Reef“ und das „Bells Reef“. Ein weiteres Highlight ist die „Blue Hole“ ebenfalls nödlich Dahabs. Dies ist ein ca. 80 Meter tiefer Schacht in einem Saumriff.
Direkt in Dahab finden Sie das „Lighthouse Reef“ und den Spot „The Island“. Beide lassen sich perfekt zum Schnorcheln verwenden und sind wegen ihrer geringen Tiefe von 5-15 Metern ideal für Beginner des Tauchsports. Weiter südlich liegen die Tauchplätze „Gebel Soraya“, „Shahira“, „Shaab Sayes“ und „Shargarat“. Ebenfalls mehrere Spots liegen vor der Insel Tiran. Das „Jackson Reef“, das „Thomas Reef“, das „Gordon Reef“ sowie das „Woodhouse Reef“. Diese Vielfalt an Riffen beherbergt Großfische.
Das „Gordon Reef“ ist zudem wegen des Frachterwracks „Loulica“. Dieses Wrack ist ebenfalls beliebt bei Thunfischen, Makrelen und Rochen.
Für Unterwasserfotografien eignet sich das „Jackson Reef“ besonders. Durch Grotten und Großfische bis zum Wrack der „Lara“. Zudem finden Sie dort neben den Korallen, Schwämme und Gorgonien.
Das Riff „Ras Nasrani“ liegt in der Nähe der Naama Bay. Dort finden Sie Korallengärten mit sehr zutraulichen Fischen. Das „Yolanda Reef“ beherbergt seinen Namensgeber, das Wrack des Frachters „Jolanda“. Dessen Wrackteile sowie die Aufbauten sind noch sehr gut erhalten. Das Schiff ist nahezu komplett mit Weichkorallen überdeckt. Riffhaie und Riesenmoränen beanspruchen dieses Riff mit dem dazugehörigen Wrack als Lebensraum. Das „Ras Umsid“ Riff beherbergt die seltenen Riesengorgonien.
Das größte Riff ist „Ras Muhammed“, welches auch ein Unterwassernationalpark ist. Das mehr als 400 Quadratkilometer Riff befindet sich an der Südspitze der Halbinsel. Die begehrtesten Sports sind unter anderen das „Yolanda Reef“, das „Jackfisch Alley“ und das „Shark Observatory“.
Im zuletzt genannten Gebiet, wozu auch das „Sharks Reef“ zählt, zeichnet sich durch die korallenbewachsenen Steilwände und die große Vielzahl an Großfischen aus. Es gibt in dieser Region viele Haie und selbst Walhaie wurden schon gesichtet. Zu den kleineren Bewohnern zählen Barrakudas, Schnapper und Zackenbarsche.
Im „Ras Atar“ treffen Sie Muränen und andere Rifffische sowie Delfine, Rochen und Riffhaie an. Zudem liegt dort das bekannte Wrack der „SS Thistlegorm“. Das im 2. Weltkrieg von den Deutschen versenkte Kriegsschiff weißt als Ladung Kriegsmaterial wie Munition, LKWs und Kesselwagen aus. Aus den genannten Gründen wird das Tauchergebiet rund um die Halbinsel Sinai als Eldorado für Wracktaucher angesehen.
Ägyptische Küste: Durch den kräftigen Nordwind ist ein 7mm-Taucheranzug ganzjährig zu empfehlen. Das „Carless Reef“ beherbergt Gorßfische wie Barrakudas, Riffheie und Napoleon-Lippfische sowie Meeresschildkröten.
Im Riff „Shaab Abu Nuhas“ liegt das bekannte Wrack des Holzfrachters „Ghiannis D“.
Dieses ist bei Tauchgängen leicht am Schornstein zu erkennen, welcher in 20 Metern Tiefe leicht zu sichten ist. Zudem ist der vor mehr als 130 Jahren gesunkene Motorsegler „Carnatic“ und das griechische Frachtschiff „Chrisoula K.“ in der Region gesunken. Delfine lassen sich gut im auch für Anfänger geeignetem Riff „Shaab El-Erg“. Ein Hausriff in El Gouna werden Sie nicht finden, da von dort aus nur Schiffe zu den Riffen fahren.
Südlich von Hurghada liegen dann noch die anfängergeeigneten Spots „Abu Hashish“ und „Ras Disha“. El Quseir verfügt über den Tauchplatz „El Qadim“. In diesem Saumriff fühlen sich Rochen, Meeresschildkröten und die großen Tümmler Delfine wohl. Von El Quseir können Sie auch nach einer 5 stündigen Fahrt die „Brother Islands“ ansteuern. Marsa Alam und das „Samadai Reef“ sowie das „Daedalus Reef“ werden von Delfinen und Hammerhaien bewohnt. Auch kleinere Riffhaie sowie Moränen und Barrakudas sind dort auch anzutreffen. Im Umkreis von Marsa Alam finden Sie ebenfalls die Riffe „Elphinstone Reef“ und „Berenice Reef“. Berenice, ein Ort südlich von Marsa Alam, ist zudem Ausgangspunkt für die Wracktauchplätze „Hamada“, „Dacoa“, „St. John’s Island“ und „Rocky Island“. Natürlich ist dort auch ein Ausflug zu den „Brother Islands“ möglich. Bei den „Brother Islands“ finden Sie viele Schiffwracks wie zum Beispiel die „Aida“, einen Truppentransporter der ägyptischen Marine, oder die „Numidia“, ein 1901 gesunkener Frachter. Auf Grund der Meerestiefe von teilweise über 1000 Metern sowie die großen Hochseehaie sind die „Brother Islands“ nur etwas für erfahrene Taucher.
Tierwarnungen:
Barrakudas: Attacken finden meist im trüben Flachwasser statt. Auf Silberschmuck sollte verzichtet werden, da dieser mit einer Sardine verwechselt werden könnte.
Drückerfische: Diese sind während der Nistzeit zwischen Juni und August sehr aggressiv. Der harte Schnabel kann tiefe Verletzungen herbeiführen.
Muränen: Diese Tiere haben messerscharfe Zähne. Sensibel reagieren sie auf Provokationen wie zum Beispiel Berührungen.
Haie: Haie greifen Taucher selten an. Sollte Ihnen ein Hai zu nahe kommen, nehmen Sie eine aufrechte Haltung an, da dann die Verwechslung mit einem Fisch ausgeschlossen ist. Auf nächtliches Baden sollte verzichtet
werden, da Haie meist in den späten Nachmittag- und Abendstunden sowie nachts jagen. Die aggressivsten, im Roten Meer vorkommenden Haie, die auf der Liste der International Shark Attack File (ISAF) vermerkt sind, sind die Weißspitzen-Hochseehaie, die Grauen Riffhaie, die Tigerhaie, die Großen Weißen Haie und die Mako- oder Bullenhaie. Da Haie keine Nasen haben und über den Geschmack jagen (Sie können 1 ml Blut in 1000 Litern Wasser schmecken), ist mit unsanften Schauzenstößen zu rechnen. Manche Haiarten, wie zum Beispiel die Grauen Riffhaie, kündigen Ihren Angriff durch einen Buckel und nach unten gestellter Bauchflosse an. Sollte Ihnen Haie zu nahe kommen, suchen Sie sich Rückendeckung an einem Riff oder einer Steilwand und tauchen Sie langsam auf.
Rotfeuerfische: Diese Fische greifen nicht an, haben allerdings an der Basis einen giftigen Flossenstachel.
Zackenbarsche: Diese verteidigen Ihr Revier sehr aggressiv und haben kräftige Zähne mit denen Sie Fleischstücke herausbeißen können.Steinfische: Diese Fische haben einen giftigen Stachel, der selbst Gummi durchbohren kann.
Stachelrochen: Der Stachelrochen liegen im Sand des Grundes vergraben. Ein Stich mit dem Stachel kann tödlich sein, daher wird von waten über den Meeresgrund abgeraten.
Kegelschnecken: Diese schießen giftige Pfeile ab und sollten daher nicht mit der bloßen Haut berührt werden.
Riesenmuschel: Diese Muscheln mit einem Umfang von über einem Meter und über 300 kg Gewicht, sollte immer unter Ihnen sein. Ein Stoß dieses Tierisch ist sehr scherzhaft und sollte Sie unter dem Tier sein kann dies sogar Quetschungen oder den Tod bedeuten.
Dornkronenseestern: Die Arme des Tieres sind mit spitzen, giftigen Stacheln übersät. Ein Stich ist äußerst schmerzhaft und kann Infektionen herbeiführen. Es wird geraten eine Fischbestimmungstafen mitzuführen. Diese ist auch Unterwasser benutzbar und in vielen Tauchschulen in Deutschland erhältlich. Im Roten Meer finden Sie am Häufigsten Steinkorallen, Fächerkorallen, Pilzkorallen, Weichkorallen, Peitschenkorallen, Orgelkorallen Feuerkorallen, massive Porenkorallen und Griffelkorallen.
Tipps: Alle lebenden Meeresorganismen (Korallen, Tiere usw.) sollten nicht berührt werden.Flossen äußerst langsam benutzen, da die Wasserwirbel Schäden an den Korallen verursachen können. Das Füttern der Tiere sollte unterlassen werden, da dies die Fressgewohnheiten beeinflusst und die Fische somit aggressiver werden können.
Taucherkrankheiten: Stickstoffnarkose: Auch Tiefenrausch genannt. Die Symptome kommen meistensunerwartet. Reaktionsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit und Kritikfähigkeit können aussetzen. Verwirrungen sowie Bewusstlosigkeit sind ebenfalls möglich. Sollten Anzeichen vorhanden sein, schnellstmöglich in geringe Tiefen auftauchen.
Unterkühlung: Symptome der Unterkühlung sind Verwirrung und Orientierungslosigkeit sowie Schüttelfrost, Herzstechen und Atemstörungen. Möglichst schnell sollten heiße Getränke oder heiße Duschen stattfinden. Sollte die Person schon bewusstlos sein, sollten die Behandlungsmaßnahmen wie bei einem Schock sein.
Überhitzung: Erschöpfung und kollabieren sind Anzeichen einer Überhitzung. Es sollte daher direkt Flüssigkeit zugeführt und ein kühler Platz aufgesucht werden.
Schock: Sollte die Person unter einem Schock leiden, sollte man direkt reinen Sauerstoff verabreichen und diese Person auf den Rücken legen, Beine hochlegen und den Kopf seitlich drehen.
Kohlendioxidvergiftung: Das Hyperventilieren ist ein Symptom der Vergiftung sowie Bewusstlosigkeit und Blaufärbung der Haut. Es sollte direkt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Kohlenmonoxidvergiftung: Das Hyperventilieren ist ein Symptom der Vergiftung sowie Bewusstlosigkeit und Blaufärbung der Haut. Es sollte direkt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Akute Dekompression: Bei einer akuten Dekompression sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Die Dekompression wird durch zu schnelles Auftauchen hervorgerufen.
Notfalladressen:· Hurghada Naval Hyperbaric & Emergency Medical Center· Magawish Diving Center· El Gouna Hospital & Chamber· Hyperbaric Medical Center Marsa Alam· Hyperbaric Medical Center Sharm El Sheikh· Sharm El Sheikh International Hospital· DAN (Divers Alert Network)· Deco International